Auf einen Blick
- Die Keyword-Recherche beginnt beim Business und den Kundenfragen, nicht bei einem Tool.
- Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad sind Schätzungen: Die Analyse der echten Google-Ergebnisse zählt mehr.
- Keywords werden nach Suchabsicht gruppiert, nicht nach der Ähnlichkeit der Wörter.
- Jede wichtige Suchanfrage sollte von genau einer einzigen Seite abgedeckt werden.
- Prioritäten werden gesetzt, indem man Business-Wert, Nachfrage und Wettbewerbschancen kreuzt.
Wozu die Keyword-Recherche dient
Die Keyword-Recherche dient dazu, drei Fragen zu beantworten: Wonach suchen die Menschen, die Ihre Leser oder Kunden werden könnten, mit welchen Begriffen suchen sie danach und welche dieser Suchanfragen ist es für Sie jetzt sinnvoll zu besetzen. Sie ist keine bloße Liste von Begriffen, die man in Texte einfügt: Sie ist das Fundament, auf dem entschieden wird, welche Inhalte Sie produzieren und in welcher Reihenfolge.
Richtig gemacht vermeidet sie zwei kostspielige Fehler: Artikel zu schreiben, nach denen niemand sucht, und auf Suchanfragen zu abzielen, die für Ihre aktuellen Ressourcen viel zu umkämpft sind.
Schritt 1: Starten Sie beim Business und den Kundenfragen
Bevor Sie irgendein Tool öffnen, schreiben Sie auf ein Blatt Papier:
- die Produkte oder Dienstleistungen, die Sie anbieten, und die Probleme, die sie lösen;
- die Fragen, die Ihnen Kunden am häufigsten stellen, sei es am Telefon, im Chat oder per E-Mail;
- die Einwände, die Sie vor der Kaufentscheidung ausräumen müssen;
- die Begriffe, mit denen Kunden das Problem beschreiben, die sich oft von den Fachbegriffen Ihrer Branche unterscheiden.
Diese Ausgangsliste (die "Seed-Keywords") ist extrem wertvoll, weil sie aus dem realen Kontakt mit dem Publikum entsteht. Jeder Eintrag ist ein Startpunkt, von dem aus Sie die Suche erweitern können.
Schritt 2: Erweitern Sie die Suche mit den richtigen Quellen
Aus jedem Seed-Keyword lassen sich viele Varianten ableiten. Die nützlichsten Quellen sind:
- Google-Vorschläge in der Suchleiste und die ähnlichen Suchanfragen am Ende der Seite.
- Nutzer fragen auch: Sie zeigen die Unterthemen auf, die die Menschen vertiefen möchten.
- Google Search Console, falls die Website bereits online ist: Sie listet die Suchanfragen auf, für die Sie bereits erscheinen, einschließlich derjenigen auf Seite zwei, die verbessert werden können.
- Foren, Gruppen und Bewertungen: Die spontane Sprache der Kunden ist eine Goldgrube für reale Formulierungen.
- Inhalte der Konkurrenz: Titel, Untertitel und Fragen auf den Seiten, die bereits gut ranken.
- Keyword-Recherche-Tools für Suchvolumina, Trends und Variationen.
In dieser Phase zählt Quantität: Sammeln Sie ohne Aussortieren, die Auswahl erfolgt später.
Schritt 3: Verstehen Sie die Absicht hinter jeder Suche
Fragen Sie sich bei jedem interessanten Keyword, was die Person erreichen möchte, die es eingibt: Etwas lernen, vergleichen, kaufen oder eine bestimmte Website erreichen? Die Suchabsicht (Search Intent) bestimmt das Format der Seite und damit die Chance, zu ranken. Der verlässlichste Weg, sie zu erkennen, ist die Analyse der Suchergebnisse: Welche Art von Seiten erscheint, mit welchen Titeln und welchen Spezial-Elementen? Das Thema wird im Leitfaden zur semantischen SEO vertieft.
Eine Faustregel: Wenn die ersten Ergebnisse reine Ratgeber sind und Sie eine Verkaufsseite haben, passt das Keyword nicht zu dieser Seite. Sie benötigen dafür einen informativen Inhalt oder ein anderes Keyword.
Schritt 4: Suchvolumen, Schwierigkeit und Wert richtig lesen
Kennzahlen helfen bei Entscheidungen, müssen aber mit Vorsicht interpretiert werden:
| Kennzahl | Was sie anzeigt | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Suchvolumen | Wie oft das Keyword pro Monat gesucht wird | Es ist eine Schätzung; Keywords mit geringem Volumen können sehr qualifizierte Kunden bringen |
| Schwierigkeit (SEO Difficulty) | Wie umkämpft das Ranking ist | Die Werte verschiedener Tools lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen |
| Klickpreis (CPC) | Wie viel die Suchanfrage für Werbetreibende wert ist | Ein hoher CPC deutet auf kommerziellen Wert hin, nicht auf eine einfache Optimierung |
| Trend | Ob das Interesse steigt, fällt oder saisonal ist | Planen Sie saisonale Themen frühzeitig im Voraus |
Ein hohes Suchvolumen ist nicht immer ein gutes Signal: Oft verbirgt sich dahinter eine unklare Suchabsicht oder enorme Konkurrenz. Lange und spezifische Suchanfragen (Long-Tail-Keywords) haben weniger Volumen, aber klarere Absichten und weniger Wettbewerb: Für eine wachsende Website sind sie der beste Startpunkt.
Schritt 5: Analysieren Sie die Suchergebnisseite (SERP)
Dies ist der Schritt, der eine professionelle Keyword-Recherche von einer bloßen Schätzung unterscheidet. Schauen Sie sich für jedes potenzielle Keyword die ersten zehn Ergebnisse an und fragen Sie sich:
- Welche Art von Websites erscheint dort: große Portale, bekannte Marken, kleine Blogs, Foren?
- Wie ausführlich und aktuell sind die Inhalte?
- Gibt es spezielle SERP-Features (Videos, Karten, Produktlisten, Featured Snippets), die Platz einnehmen?
- Kann man es besser machen? Ein praktischerer Ansatz, neuere Daten, eine klarere Struktur, eigene Praxiserfahrung?
Wenn die ersten Ergebnisse von Websites mit enormer Autorität und hervorragenden Inhalten dominiert werden, ist die Suchanfrage vorerst außer Reichweite. Wenn schwache, veraltete oder am Thema vorbeigehende Seiten erscheinen, gibt es eine Chance.
Schritt 6: Gruppieren Sie Keywords nach Suchabsicht
Nachdem Sie Dutzende oder Hunderte von Keywords gesammelt und bewertet haben, gruppieren Sie sie. Das Kriterium ist die Suchabsicht, nicht die Ähnlichkeit der Wörter: "Pizzateig gehen lassen", "Gehzeit Pizzateig" und "wie viele Stunden Pizzateig ruhen" fragen nach derselben Sache und gehören in denselben Inhalt. "Bestes Mehl für Pizza" und "wie macht man Pizza" haben zwar Wörter gemeinsam, aber unterschiedliche Absichten und erfordern getrennte Seiten.
Ein verlässlicher Test ist der Vergleich der Suchergebnisse: Wenn zwei Keywords fast die gleichen Top-Ergebnisse anzeigen, betrachtet Google sie als dieselbe Suchanfrage.
Schritt 7: Erstellen Sie die Keyword-Seiten-Zuordnung
Das Endprodukt ist eine Tabelle mit einer Zeile für jeden Inhalt:
- das Haupt-Keyword und die sekundären Keywords der Gruppe;
- die Suchabsicht und das Format (Ratgeber, Vergleich, Produktseite, FAQ);
- die Rolle auf der Website, zum Beispiel Pillar-Page oder unterstützender Artikel eines Topic-Clusters;
- die bestehende Seite, die optimiert werden soll, oder eine neu zu erstellende Seite;
- die Priorität und das geplante Veröffentlichungsdatum.
Die goldene Regel lautet: Eine wichtige Suchanfrage, eine Seite. Wenn zwei Seiten dasselbe Keyword verfolgen, konkurrieren sie miteinander. Wenn ein relevantes Keyword noch keine Seite hat, haben Sie einen neuen Inhalt gefunden, der geschrieben werden muss.
Schritt 8: Setzen Sie Prioritäten
Sie können nicht alles sofort schreiben. Sortieren Sie die Inhalte durch die Kombination von drei Kriterien:
- Wert für das Business: Wie sehr bringt die Suche den Leser einer Kontaktaufnahme oder einem Kauf näher.
- Nachfrage: Wie viele Menschen suchen danach und wie stabil ist das Interesse.
- Wettbewerbschancen: Wie realistisch ist ein Ranking mit Ihren aktuellen Ressourcen.
Beginnen Sie mit Suchanfragen, die einen hohen Wert und geringe bis mittlere Konkurrenz aufweisen, sowie mit Inhalten, die ein bereits bestehendes Cluster stärken. Sehr umkämpfte Suchanfragen gehen Sie später an, wenn die Website Autorität zum Thema aufgebaut hat.
Häufige Fehler bei der Keyword-Recherche
- Sich nur auf das Suchvolumen zu verlassen und Suchabsicht sowie Konkurrenz zu ignorieren.
- Zu generische Keywords zu wählen, wenn die Website noch neu ist.
- Eine eigene Seite für jede Variante derselben Suchanfrage zu erstellen, was zu dünnen Inhalten und Kannibalisierung führt.
- Saisonalität zu ignorieren und ein saisonales Thema erst kurz vor dem Peak zu veröffentlichen.
- Die Map niemals zu überprüfen: Suchanfragen verändern sich, und bereits veröffentlichte Seiten müssen regelmäßig mit den Realdaten der Search Console überprüft werden.
Wie Akendor die Keyword-Recherche vereinfacht
Akendor integriert die Recherche direkt in den Redaktionsablauf. Die Keyword-Recherche schlägt Begriffe vor und reichert sie mit Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad an. Die SERP-Analyse zeigt, was sich derzeit in den Ergebnissen befindet und wo Sie ansetzen können. Die Topic-Cluster gruppieren Keywords in unterstützende Artikel, die mit der Pillar-Page verknüpft sind. Artikelideen entstehen aus RSS-Feeds und von Ihnen gewählten Keywords, inklusive eines bereits definierten redaktionellen Blickwinkels. Sie können alles kostenlos testen, ganz ohne Kreditkarte.
Häufige Fragen
Wie führt man eine Keyword-Recherche durch?
Man startet mit Kundenfragen und eigenen Produkten, erweitert die Suche mit Google-Vorschlägen, ähnlichen Fragen, der Search Console und SEO-Tools. Anschließend versteht man die Suchabsicht durch SERP-Beobachtung, bewertet Volumen und Schwierigkeit, gruppiert die Keywords nach Absicht und erstellt eine Zuordnung, die jeder wichtigen Suchanfrage eine Seite zuweist.
Welche Tools braucht man für die Keyword-Recherche?
Für den Anfang reichen Google-Vorschläge, ähnliche Fragen und die Google Search Console aus, die alle kostenlos sind. Spezialisierte Tools bieten zusätzliche Schätzungen zu Volumen, Schwierigkeit und Trends und beschleunigen die Arbeit bei einer großen Anzahl von Keywords.
Sind Keywords mit hohem oder niedrigem Suchvolumen besser?
Das hängt vom Ziel und der Website ab. Für eine neue Website lohnt es sich, mit spezifischen Nischen-Suchanfragen (Long-Tail) mit geringerem Volumen und weniger Konkurrenz zu starten. Diese haben klare Absichten und bringen qualifizierte Besucher. Generische und sehr häufig gesuchte Begriffe geht man an, wenn die Website Autorität aufgebaut hat.
Was ist die Suchabsicht und warum ist sie wichtig?
Die Suchabsicht (Search Intent) ist das, was der Nutzer mit seiner Suche erreichen will: sich informieren, vergleichen, kaufen oder eine bestimmte Seite aufrufen. Sie ist wichtig, weil das Seitenformat zur Absicht passen muss: Eine Verkaufsseite rankt selten für eine informative Suchanfrage und umgekehrt.
Wie viele Keywords kann eine einzelne Seite abdecken?
Eine Seite deckt ein Haupt-Keyword und dessen Varianten mit derselben Suchabsicht ab, was sich in Dutzenden verschiedener Suchanfragen widerspiegeln kann. Unterschiedliche Suchabsichten sollten nicht auf derselben Seite gemischt werden; dafür werden separate Seiten benötigt.
Wie oft sollte man die Keyword-Recherche wiederholen?
Die Content-Map sollte mindestens einmal pro Quartal anhand der Daten der Search Console überprüft werden, sowie jedes Mal, wenn ein neues Thema erschlossen wird. Suchgewohnheiten ändern sich, neue Fragen tauchen auf und bestehende Seiten können optimiert oder zusammengelegt werden.
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